Posts mit dem Label Schweden werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Schweden werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 6. Februar 2011

Rückblick Kiruna 2010 / 2011

Hallo zusammen,
heute vor einem Monat verbrachte ich den letzten kompletten Tag in Schweden. Der 6. Januar war wohl der stürmischste Tag, den ich in den 4 Wochen erlebt habe. Da hat sogar teilweise der südschwedische Winterdienst ordentlich versagt :-D

Ich habe es nun endlich geschafft die entstandenen Datenberge mal aufzuarbeiten. Die Bilder und Videos sind nun ausgemistet und sortiert. Und daraus habe ich euch auch wieder ein Online-Album gezaubert. Auf einem Teil der Bilder könnte man denken es wäre sogar im Norden wirklich mal richtig hell gewesen. Das täuscht aber. Die Kamera ist neu und ich komme mit dem Weisabgleich noch nicht richtig zurecht. Also bitte nicht wundern und das eine oder andere Bild einfach mit Sonnenbrille betrachten ;-)
Die Reise war ein wahnsinniges Erlebnis. Erlebnisreich nicht nur weil ich alleine mit einem Opel Corsa quer durch Schweden gefahren bin, sondern weil man während dieser nicht endenden Weitschaften einen Blick für ganz andere Dinge bekommt. Man wird eigentlich mit Ereignissen und Eindrücken in gewisser Weise überflutet. Mindestens 3.500 Km der gesamten Strecke habe ich auf Schnee oder komplett vereister Fahrbahn zurückgelegt - und das ohne einen einzigen Kratzer! Manchmal wurde mir ehrlich gesagt anders, als das Auto nicht so wollte wie ich. Aber mein schwarzer Blitz und ich haben das super gemeistert.

Ein weiterer großer Schatz der Reise waren/sind die Erfahrungen, die man im Umgang mit dem straffen Winter sammelt. Egal ob auf der Straße, beim Skifahren, auf dem Motorschlitten oder einfach nur zu Fuß. Schnee und Kälte sind eben doch nicht überall gleich. Im Norden war die Kälte recht trocken. Mein Arzt meinte vor der Reise, diese trockene, kalte Luft wird meinem Reizhusten gut tun. Immerhin habe ich diesen über 2 Monate mit mir rumgeschleppt. Und er hatte recht :-)

An dieser Stelle gleich ein ganz herzliches Dankeschön an mein Auto - Hut ab!
Das zweite riesige Dankeschön geht an Nordicman. Für die wunderbare Übernachtung, das gesunde und ausgezeichnete Essen und die viele Mühe, die du dir mit allem gemacht hast - tack så mycket!

Und last but not least auch ein Dankeschön an alle die jenigen, die daheim vorm Bildschirm saßen und mitgefiebert haben, was der verrückte Zwicki gerade so treibt!

Urlaubsdaten im Überblick:

Kilometerleistung im Auto: 5691,2 Km
reine Lenkzeit im Auto: 71 h und 29 min
Kilometerleistung mit Motorschlitten: ca. 140 Km
Bilder/Videos: gesamt 735 (sortiert)
Online-Version: 220 Bilder
Datenmenge: 2,66 GB (sortiert)

So, und nun legt euch die Sonnenbrille zurecht und auf geht's.
Wie immer wünsche ich viel Spaß beim durchblättern der Bilder!

Donnerstag, 6. Januar 2011

Die stumme Pianobar

Guten Morgen zusammen! Meine letzten zwei Nächte in Schweden wollte ich etwas mit Stil ausklingen lassen. Zudem habe ich eine Bleibe gesucht, die sich mitten im Getümmel befindet. Das Hotel Continental in Ystad schien mir da genau richtig. Drei Sterne sowie der gelungene Mix aus historischem und modernem Luxus sind sehr angenehm, haben aber auch einen stolzen Preis. Aber gut, im Urlaub zu sparen ist sicherlich der falsche Weg...
Die Nacht war trotz der recht lauten Umgebung sehr schön ruhig. Es gibt zwei schallgedämmte Fenster hintereinander. Wenn man beide schließt hört man wirklich nichts mehr. Selbst das gebimmel vom Bahnübergang gegenüber kann man nicht mehr wahrnehmen. Im Inneren des Hotels ist es auch recht ruhig - im wahrsten Sinne ruhig. Ich habe das Gefühl, als ob ich hier der einzige Gast bin. Haaaaallllooooooo!? Sind hier noch mehr Menschen im Gebäude? Nichtmal beim Frühstück oder an der Rezeption ist jemand gewesen.
Der Frühstückssaal, der tagsüber als Restaurant dient, ist sehr schön gemacht. Alten Bildern zufolge muss der Großteil des Hotels unverändert geblieben sein. Denn bereits zur Eröffnung 1829 sah es an der Rezeption und in den Sälen genauso aus. Anfang des 19. Jahrhunderts war Ystad Dreh- und Angelpunkt des schwedischen Schiffverkehrs. Das mittlerweile älteste Hotel in Schweden war also, auf Grund der zentralen Lage, auch schon damals Herberge für internationales Puplikum.
Ich hatte oben im Text erwähnt, dass der Frühstückssaal tagsüber als Restaurant, Pianobar und gegen Abend als Bar dient. Da ich ja der einzige Gast heute Früh gewesen bin, war es auch da viel zu ruhig. Das erste mal richtig erschrocken habe ich mich als ich den Saal betreten habe. Mit dem Rücken zu mir saß doch jemand am Klavier. Irgendso ein Heinz aus dem Hotel hat diesen Eberhard da abgestellt. Das ist doch nicht lustig, abgesehen davon, dass der Typ echt hässlich ist! Nach dem Frühstück bin ich wieder vor um mein Geschirr abzustellen. Leider habe ich nicht an Eberhard gedacht, der immer noch recht verstummt und mit leichtem Silberblick das Klavier belauschte. Mir wäre fast die Tasse aus der Hand gefallen. Leute, nehmt diesen Kunden dort weg!
So, ich werde jetzt mal meine Ystad-Tour beginnen. Draußen geht seit gestern Abend heftiger Sturm. Aber ich habe alle Heizungen schonmal ordentlich aufgedreht, dann kann heute Nachmittag nichts mehr schief gehen :-) P.S. Auf beiden Bildern sieht man den stummen Eberhard.

Montag, 3. Januar 2011

Ebbe und Flut

In der heutigen Post will ich mich mal mit dem Thema Hotel beschäftigen. Während ich meine Reise geplant habe, war ich noch am überlegen ob ich einzelne Übernachtungen während den Fahrten nach Kiruna bzw. zurück nach Deutschland buchen soll, oder lieber nicht. Im Endeffekt habe ich es dann gelassen. Grund hierfür waren eigentlich die stark wetterabhängigen Fahrtzeiten. Wenn ich solches Wetter wie kurz vor Stockholm (Schneesturm mit einigen Unfällen) auf der kompletten Hinfahrt gehabt hätte, wäre ich ganz sicher nicht nur 3,5 Tage gefahren. Abgesehen vom Jumbo sind also sämtliche Übernachtungen frei gewählt und so wie es mir gerade passt.
Heute habe ich mich nach 790 Km Fahrt und totaler "weiterfahr-Unlust" im "Hotell Kramm" einquartiert. Das befindet sich in Kramfors, ca. 80 Km nördlich von Sundsvall. Jede Bleibe hat ihre Vor- und Nachteile. Meine heutige Übernachtung liegt mitten in der Stadt, vor dem Haus die Hauptstraße und eine Schiene auf der ich noch keinen einzigen Zug gesehen habe.
Das Zimmer ist recht gemütlich und bietet recht viel Abenteuerlichkeiten. Womit ich jetzt bereits bei den Highlights wäre:
- Die Glühbirnen in den Lampen sind irgendwie gesteckt und lassen sich, für den ungeübten Schrauber, nicht ohne weiteres entfernen. Drauf gekommen bin ich, weil ich die kaputte Lampe über meinem Bett mit der in der Stehlampe tauschen wollte. Die braucht eh kein Mensch.
- Das Internet per Wi-Fi ist ungesichert und extrem langsam. Zum vollständigen laden meines Blogs brauche ich über eine Minute. Wenn ich dann mit dem PC richtung Bett gehe, wird es noch langsamer. Und das bei einem so teuren Zimmer!
- Den Platz 1 unter den Highlights aber belegt die Dusche bzw. die Badewanne. Eine Badewanne in einem Hotel ist schon fast eine Seltenheit und verdient deshalb schonmal einen Pluspunkt. Auf den ersten Blick scheint alles normal, nur das diese Wanne keinen Überlauf hat. Komisch, hab ich auch noch nicht gesehen. Beim reinsetzen stellt man ganz schnell fest, dass diese Wanne einzig und allein Kleinwüchsigen vorbehalten ist. Es passt unmöglich alles ins Wasser auch wenn das Wasser schon bis oben hin steht. Geschweige denn kann ich, als normalgroßer Mensch (1,84m), auch nur ansatzweise darin sitzen. Vor dem Duschen oder Baden legt man sich eigentlich ein Handtuch davor, damit man beim rauskommen nicht wegrutscht und einfach etwas angenehmer steht. Nachdem Haarewaschen war die Wanne dann so voll, dass ich mal den Stöpsel ziehen musste, bevor sie noch überläuft. Das hätte ich mir aber sparen können. Der Badewannenabfluss mündet in dem allgemeinen Abfluss der in der Badmitte im Boden sitzt. Mit anderen Worten: wenn ich in einer vollen Wanne den Stöpsel ziehe kommt das Wasser mit Druck nach wenigen Sekunden da unten an und schießt regelrecht wieder raus. Hat gar nicht lange gedauert und das Handtuch am Boden ist auch davon geschwommen. - Stöpsel wieder rein - WER DENKT SICH DENN SOLCHE SCHEI*E AUS???
Ich bin dann, nachdem wieder Ebbe im Bad war, aus der Wanne raus und habe mich abgetrocknet. Nachdem alles im Bad fertig war habe ich den Stöpsel wieder gezogen und habe den Bau fluchtartig verlassen. Wusch, da war das Wasser wieder. Die Rohre reinigt hier übrigens der Gast selber. Toll was hier alles wieder mit zum Vorschein kommt. :-)
- Ich dachte erst, die Minuspunkte der kaputten Lampe und des langsamen Internet wären mit den Pluspunkten für Wanne und dem kostenlosen Tee im Zimmer wieder ausgeglichen. Aber die Wanne reist doch wieder ein gewaltiges Minus in die Tabelle ... :-D

Samstag, 18. Dezember 2010

die ersten Tage

Die Zeit vergeht wie im Flug. Nun bin ich schon fast fünf Tage in der wunderbaren Winterstadt Kiruna. Neben dem vielen guten Essen haben wir auch schon zwei Touren Langlauf hinter uns. Wobei die gestrige Route etwas anstrender war. Zwar vom Gelände her nicht so "bergig", dafür aber nicht gespurt. Im dritten Bild erkennt man eine kleine Spur die von einem Motorschlitten stammt. Aber das war halt auch nur zeitweise der Fall. Insgesamt trotzdem ein sehr schöner Ausflug. Auf dem Weg zur Loipe ist auch das erste Bild entstanden. Die vielen Lampen in der Mitte des Bildes zeigen den Seebahnhof, von wo aus die Züge in die Mine zum beladen gefahren werden, und das daneben liegende LKAB-Gelände sieht man auch etwas.
Das mittlere Bild ist bereits am Dienstag entstanden. Kaum angekommen, durfte ich erstmal eine Runde im Lokschuppen "absuchten". Im Vordergrund die neue/umgebaute Rangierlok T46-2 und im Hintergrund eines von derzeit 26 XXL-Wohnmobilen, die IORE 119.

Gestern Abend sind wir beim traditionell schwedischen Weihnachtsessen gewesen. Das ganze nennt sich "Julbord" (Weihnachtstafel) und ist in fast allen Gaststätten zu haben. Zu essen gibt es verschiedene Fischgerichte, wobei der Großteil aus verschiedenen Lachssorten bestand. Zu dem gibt es viele Salate, Käse, Brot, Schinken, warme Speisen (Auflauf uvm.), sowie nicht zu vergessen das Weihnachtsgetränk Julmust. Coca Cola hatte Jahre lang versucht dieses Getränk vom Markt zu schubsen, allerdings komplett erfolglos. Ihren Cola-Hustensaft-Mix haben sich die Schweden nicht nehmen lassen :-D
Wer von dem wirklich reichlichen Buffet noch nicht genug hat bedient sich dann beim Nachtisch, wo Sahnetorte, Pralinen und weitere extrem süße Süßigkeiten auf einen warten.

Dienstag, 14. Dezember 2010

aktuelles aus der Polar-Zone

Hejsan @ all, wie ihr vielleicht im Twitter gelesen habt habe ich gestern kurz vor 17:00 Uhr mein Ziel erreicht. Ich hätte nie gedacht, dass ich die 2600 Km in so "kurzer" Zeit schaffe. Man muss aber auch sagen, dass das Wetter nördlich von Stockholm super mitgespielt hat. Geschneit hat es nur wenig und die Straßen waren oftmals recht gut befahrbar. Solange da Schnee drauf liegt, bleibt man recht ordentlich in der Spur. Bei purem Eis hingegen sieht es schon ganz anders aus...
An bei mal noch 3 Bilder der vergangenen Stunden.
(Bild 1: Temp. kurz vorm Polarkreis /\ Bild 2: Corsa und ich auf dem Polarkreis /\ Kiruna heute Morgen gegen 10Uhr)

Sonntag, 12. Dezember 2010

Airplane-News

Wie schon im Twitter geschrieben, das Frühstück war gut. Hat der Kaffeeautomat von 1850 eigentlich ein eigenes Kernkraftwerk? Das ist ja mal ein Gerät gewesen :-D
Etwas komisch fand ich das Besteck, welches hier für sämtliche Mahlzeiten verteilt wird. Das Messer (unten) schneidet nicht wirklich und man muss erstmal gucken wie man das Teil anfasst. Der Löffel (oben im Bild) aber war der totale Bringer! Der sieht nicht nur aus wie ein Sex-Spielzeug, sondern er liegt auch so in der Hand. Ich glaube ich war nicht der einzige der hier unweigerlich grinsen musste, als er seinen Frühstücksjoghurt gegessen hat...

Im zweiten Bild sieht man das ehemalige TW 2. Wo einst ein Pratt & Whitney JT9D rotierte, sind heute nur noch der Lufteinlauf des Turbofan zu sehen. Alle vier Triebwerke zusammen hatten übrigens einen Schub von 974 kN !

Terroranschlag in Stockholm

Genau zu der Zeit wo ich in Stockholm war ereignete sich ein Terroranschlag in der Stadt. Ich habe davon nichts mitbekommen, war also nicht in der Nähe so wie's aussieht. Weitere Infos bei WELT ONLINE

Samstag, 11. Dezember 2010

Erste Nacht in Schweden

God morgon!
Die erste Nacht in Schweden habe ich in Klevshult verbracht. Das liegt ca. 400km südwestlich von Stockholm. Hier haben sich wieder sämtliche Zufälle getroffen.
Eigentlich bin ich nur hier gelandet, weil ich mal auf's Klo musste. Das Hotel (www.hotelsmaland.se) hat mir dann aber so gefallen, dass ich mich nach einer Übernachtung erkundigt habe. Während unten eine schwedische Weihnachtsfete gestiegen ist, habe ich es mir im viel ruhigeren oberen Geschoss gemütlich gemacht. Komisch, habe das erste mal einige bekannte Weihnachtslieder auf schwedisch gehört (live-Musik!).
Etwa 10m hinter meinem Fenster liegt eine Schiene, wo im Stundentakt Itinos (Y31) vorbei rauschen. 22 Uhr kam dann der letzte Zug... zumindest der letzte den ich mitbekommen habe. Gegen 2 Uhr oder 3 Uhr kam dann noch ein Güterzug mit einer GM-Lok - unüberhörbar! Da das Signal Richtung Vetlanda genau vorm Fenster steht bin ich auch immer rechtzeitig informiert wenn was kommt :-D
So Leute. Habe vorhin festgestellt, dass der Duschkopf mehrere Massagefunktionen hat. Diese musste ich gleich nochmal für 30 min austesten. Werde jetzt Frühstücken gehen und nochmal die Umgebung erkunden und dann geht's weiter. Vi ses, Hej
P.S. Warum wird die Klimaanlage Nachts nicht warm? Werte Kollegen hier sind -10°C !?

Samstag, 18. September 2010

TV Tipp

Heute Abend im TV; 18:00 Uhr; Kabel 1 --- Top Gear - Nordpol Special --- Und das Beste: endlich mal auf deutsch synchronisiert. Bisher habe ich das immer nur auf englisch gesehen. So ein Fahrzeug fehlt mir für meinen Nordland-Trip im Dezember, auch wenn es nicht unbedingt ein Japaner sein muss. Ich wäre eher für eine angepasste SuperDuty Version aus dem Hause Ford. Aber ich komme sicherlich auch mit meinem schwarzen Partner durch den schwedischen Schnee :-) Foto Copyright BBC

Dienstag, 31. August 2010

HD Traffic

Der Live-Dienst "HD Traffic" von TomTom ist nun in ganz Europa verfügbar. Neu hinzugekommen sind die Länder Norwegen, Schweden, Finnland, Dänemark, Österreich, Frankreich, Spanien und Italien. Weiter Informationen dazu gibt's im TomTom Routenplaner.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Mittsommer

Mit diesem Fest feiert man in Skandinavien immer am 21. Juni den längsten Tag des Jahres. Die Sonne hat da den nördlichsten Punkt ihrer Umlaufbahn erreicht. Nach diesem Tag werden die Tage wieder kürzer und die Nächte wieder länger. Besonders deutlich wird das in den Regionen über dem Polarkreis. Dort wird es im Dezember so gut wie gar nicht mehr hell. Mehr dazu HIER. Es gibt auch noch einen sehr schönen Videobeitrag zum Thema: Teil 1, Teil 2 und Teil3

Montag, 31. Mai 2010

die größte Fähre der Welt

Eine Woche alt sie die nun schon, die Stena Hollandica. Laut der Nordic-Werft (ehem. Wadan) ist sie mit 240 m Länge die größte Fracht- und Passagierfähre der Welt. 1200 Passagiere und 320 LKW (inkl. Auflieger) finden im Inneren des Schiffs Platz. Alleine die Cargo-Decks haben eine Größe von über 3 Fußballfeldern. Den Passagieren stehen zahlreiche Restaurants, ein Kino, eine Weinbar, Konferenzräume und Sonnendecks zur Verfügung. Auch ein Hubschrauber-Landeplatz befindet sich an Board des Schiffs. Dank ihrer speziellen Rumpfform soll die Hollandica auch sparsamer und damit wirtschaftlicher als andere Schiffe ihrer Art sein. Die schwedische Gesellschaft Stena hat noch ein zweites dieser Schiffe bestellt. Stena Britannica soll es heißen und ab Oktober des Jahres zur Verfügung stehen. Hier ist die aktuelle Position der Hollandica, sowie die Geschwindigkeit zu sehen. (Foto: Jeffrey le Feber)

Donnerstag, 27. Mai 2010

der Volksstamm Sami

Dem in Schweden lebenden Volksstamm Sami soll im Grundgesetz der Status eines Volkes eingeräumt werden. Dies wurde am Dienstag vom Verfassungsausschuss verabschiedet. Der Verfassungsexperte Professor Ove Bring meinte zur Neuformulierung: „Wenn den Sami jetzt der Status eines Volkes eingeräumt wird, entspricht dies einer Hervorhebung im Sinne der Terminologie im Völkerrecht. Ein Volk hat in dieser Theorie ein wesentlich größeres Recht auf Selbstbestimmung als eine ethnische Minderheit“, so Bring. Die neue Formulierung war zustande gekommen, nachdem Sami gegen einen Grundgesetzentwurf protestiert hatten, in dem die Sami gemeinsam mit Tornedalsfinnen, Juden und Roma als ethnische Minderheiten unter besonderen Schutz gestellt wurden.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Greenlanding

So nennt man die derzeitig laufenden Spritsparversuche im Flugverkehr. Bisher sind Flugzeuge stufenweise zur Landebahn geflogen. Zwar konnte man auch da etwas Kerosin sparen, jedoch wurde auf den geraden Teilabschnitten immer wieder Schub gebraucht. Neben dem Spritverbrauch sorgt es auch für eine Menge Lärm im Flughafen-Umland. Der Stufen-Sinkflug war für die Fluglotsen besser koordinierbar und man konnte die Flugzeuge dichter staffeln.
Beim "Greenlanding" werden alle Triebwerke zum Beginn des Sinkflugs in den Standby-Modus versetzt und gehen dabei aus. Das Flugzeug segelt/gleitet im Prinzip bis zur Landebahn.

In Schweden, England, Deutschland und Spanien darf dieses Verfahren bereits angewendet werden. Zur Zeit aber nur in der Nacht, da das große Verkehrsaufkommen am Tag keine kleinere Staffelung erlaubt.

Also nicht wundern wenn es dann plötzlich leise wird - das Flugzeug ist noch funktionstüchtig!

Dienstag, 27. April 2010

Proberitt im schwedischen Gelände-Elch

Es war wiedermal an der Zeit für einen neuen Auto-Test. Das Volvo auf dem Programm steht ist bei mir keine Frage, sondern vielmehr ein Gesetz. Eigentlich sollte es ein Volvo V50 werden. Aber warum soll ich mit einem zu heiß gewaschenen V70 fahren, wenn die Crème de la Crème auf dem gleichen Hof steht? Da ich in letzter Zeit sowieso total auf SUV's abfahre, habe ich mich kurzer Hand für den größten im Bunde entschieden: den Volvo XC90
Der Volvo XC90 wurde bereits im Spätherbst 2002 der Öffentlichkeit präsentiert. Ab 2006 war der XXL Volvo dann als Facelift erhältlich. Auf den ersten Blick hat sich kaum etwas geändert. Auffallend jedoch die nun in den Spiegeln integrierten Seitenblinker, die zuvor direkt in den Kotflügeln verbaut wurden. Im Gegensatz zu vielen anderen Volvo's kann der Vollblutschwede aus Torslanda noch als einziger von sich behaupten ein echter Schwede zu sein. Keine Knöpfe und Hebel, wie man sie aus dem Mondeo kennt, kein Motor vom großen Bruder und auch keine gemeinsame Explorer-Plattform. Gemeinsam mit den Modellen S60, V70 und S80 teilt er sich die Volvo-Plattform namens "P2x". Mein Probe-Elch war Bj. 2007 und besaß die Ausstattung "Summum", welche so gut wie alle Luxus-Pakete umfasst. Die angenehm weichen Ledersitze waren auch nach über drei Jahren Dienstzeit nicht abgenutzt und haben den optisch ohnehin guten Eindruck in vollstem Umfang unterstützt. Mir ist mal zu Ohren gekommen, dass Volvo die besten Autositze verbaut. Ohne weitere Überlegungen kann ich das gleiche behaupten. Für meinen Geschmack waren die Sitze weder zu hart, noch zu weich und haben eine sehr angenehme Rückenlehne. Auch der Seitenhalt der ergonomisch geformten Sitze war vorbildlich und im Galopp auf dem glatten Leder vom Vorteil.
Unerschwert gestallten sich kleinere Hügel mit unbefestigtem Boden. Schnell kommt dann auch die Fahrdynamikregelung DSTC zum Einsatz. Als direkter Offroader kann sich der 2,2 Tonnen schwere Allradler dennoch nicht bezeichnen. Mit einer Bodenfreiheit von 21,8 cm nimmt er die meisten Hürden problemlos. Bei der Wattiefe muss es aber schon öfters zur Innenraumwäsche gekommen sein. 50 cm seien zwar möglich, aber auch nur für kurze Zeit. Die Straße hingegen scheint der dicke Schwede für sich gepachtet zu haben. Wie in einer Sänfte gleitet man über den Asphalt. Äußerlich steht er den Hauptkonkurrenten BWM X5, VW Touareg, Porsche Cayenne und Mercedes ML in keinster Weise nach. Den dynamischen Auftritt verdankt der XC90 den charakteristischen Design-Attributen aus dem Hause Volvo. Vom aufrechten Kühlergrill, über die Volvo-typische V-Form auf der Motorhaube, weiterer über kräftige, ausgeprägte Schulterpartien bis hin zu den einmaligen Rücklichtern, die in ähnlicher Form auch andere Volvo's schmücken. Wenn man den XC90 direkt von vorne ansieht prägt sich einem das liebäugliche Gesicht ein, das so überhaupt nicht aggressiv gucken möchte. Man kann schon fast behaupten, er gewährt einem einen kleinen Einblick in seine nordische Seele. Eine für mich total ungewohnte Eigenschaft - ist es doch die Zeit der bösen Blicke und kleinen Motoren.
Der hier verbaute Motor brauch sich allerdings überhaupt nicht hinter einer nicht vorhandenen, grimmigen Front verstecken. Der brummige Diesel stemmt aus seinen 2400 cm³ Hubraum knackige 185 PS. Bei etwa 2000 Umdrehungen drückt der Reihen-5-Zylinder erst richtig auf das Getriebe. 400 Nm sorgen dann für Vortrieb - und das ist selbst bei 2,2 Tonnen Leergewicht sehr sportlich. Um die nahtlose Übersetzung kümmert sich ein 6-Stufen Automatikgetriebe. Zuverlässig und ruckelfrei wird der knapp 5 Meter lange SUV bewegt. Für den recht kleinen Motorraum gibt es sogar einen V8-Benziner. Dieser wurde von Volvo in Zusammenarbeit mit Yamaha entwickelt. Ein V8 hat meiner Meinung nach nicht nach Motorrad zu klingen! (Hier mal ein kleines Hörbeispiel)
Der D5 (Diesel / 5-Zylinder) verbraucht bei normaler Fahrweise zwischen 9,5 und 10,5 Liter Sprit und ist damit durchaus akzeptabel. Zu haben ist der XC90 ab 43.100 Euro Listenpreis, welcher sich aber bis 73.000 Euro ausdehnen lässt. Insgesamt bleibt dem gut verdienenden Kunden kaum ein Wunsch unerfüllt - echt ein geiles Auto!


Donnerstag, 15. April 2010

Vulkanasche streicht Linienflüge

Gestern ist erneut der isländische Vulkan Eyjafjalla ausgebrochen. Die Größe der Aschewolke ist nun verheerender als angenommen. In Island, Norwegen, Dänemark, Südschweden, Finnland und Belgien ist der Flugverkehr bereits eingestellt worden. In Frankfurt am Main wurden allein heute über 150 Flüge gecancelled. Wenn der Wind so bleibt ist es morgen auch im Norddeutschen Raum bis hin nach Berlin etwas trüber.

Sonntag, 4. April 2010

Wallander-Fans aufgepasst

Heute Abend läuft 21:45 Uhr im ARD die erste der neuen Wallander-Folgen. Die Folge heißt "Hämnden" (Rache) und ist für mich eine ganz Besondere:
@ Peter und Maxl: bei den Dreharbeiten dieser Folge waren wir live dabei ;-) (siehe z.B. HIER)

Montag, 29. März 2010

Flugzeughotel Stockholm

In Stockholm hat kürzlich ein Hotel der ganz besonderen Art eröffnet: Das Jumbo-Hostel. Dort dient eine umgebaute Boeing 747-200 der Transjet als Schlaf- und Ruheraum für Fluggäste auf der Durchreise, sowie Touristen die den üblichen Einheitsbrei satt haben. Rechts im Bild sehen wir das neu gestalltete Cockpit, welches jetzt als Cockpit-Suite dient (weitere Bilder HIER).
Der Großteil des Flugzeugs wurde entkernt und vollkommen überarbeitet. Einbauwände, moderne Systeme wie Heizungsanlagen und Multimedia sollen es an nichts fehlen lassen. Ein billiges Vierbett-Zimmer ist bereits ab 35 Euro/Bett zu haben. Wer gern fürstlich als Kapitän nächtigen möchte zahlt dafür knapp 235 Euro für die Nacht - bekommt aber dafür eine unvergessliche Nacht! Letzteres Zimmer sollte unbedingt reichlich im voraus gebucht werden. (Weitere Informationen zum Thema sind auf der offiziellen Homepage des Jumbo-Hostel zu finden.)
Eine ähnlichte Attraktion gibt/gab es übrigens auch in Deutschland, nur auf Schienen. Der Abenteuerzug in Mecklenburg-Vorpommern. Wie ich gerade feststellen musste ist auch das schon wieder Geschichte. Ein Glück habe ich im Sommer 2006 noch dort drin übernachtet.


Das habe ich jetzt schon längere Zeit nicht mehr gesehen:
Börkliden und das Bergthal Lapporten fast ohne Wolken - was für Bild. Freue mich schon auf meinen Winterurlaub dieses Jahr :-)

Dienstag, 16. März 2010

das Bullerbü-Syndrom

Schweden hat ein extrem positives und frisches Image. Trotz diversen Kriminalromanen, wie z.B. Mankells Wallander, gibt es so gut wie keine Negativerwähnungen. Aber wie kommt dieses Bild zustande? Warum ist Schweden der Ort der hübschen Blondinen?
Ältere Menschen beispielsweise bringen Schweden in Verbindung mit einer gewissen Ruhe. Idylle und Harmonie, hervorgerufen von den aufgeschlossenen Menschen und kleinen, roten Häuschen. Diese Assoziation einer "heilen Welt" ist in den vergangen Jahren etwas in den Hintergrund gerückt. Jüngere Generationen sehen Schweden viel mehr als ein modernes Land. Die klassischen Merkmale sind dabei gar nicht mehr so entscheidend. Dinge wie Mode, Musik, etwas Coolness oder ein gewisser Style punkten da schon wesentlich mehr. Unsere moderne und vollkommen vernetzte Welt bietet außerdem Möglichkeiten, an die früher nicht zu denken waren.
Interessant ist auch, dass postive Dinge oft mit Schweden in Verbindung gebracht werden. Ich denke da z.B. an H&M oder IKEA. Vattenfall beispielsweise genießt in Deutschland keinen guten Ruf. Fast schon automatisch bleibt dieser Konzern in einem "Schweden-Filter" hängen.
Die Kehrseite der ausgiebigen Sommermonate ist das Winterhalbjahr. Polare Kälte und Dunkelheit sind dann an der Tagesordnung. Im Vergleich zu seinen Nachbarländern Norwegen und Finnland konnte Schweden dieses Image etwas "aufhellen". Kaum ein Deutscher bringt dieses Phänomen mit Schweden in Verbindung. Nach wie vor wird uns Schweden über die Medien im sehr klassischen Stil dargestellt. Wir sehen eigentlich keine Berichte "live aus dem Alltagsleben", sondern das sind immer wieder romantische und schöne Dinge. Ich war nun schon einige Male in Schweden. Wenn ich drüber nachdenke stelle ich fest, dass Schweden bei mir eine Art vielseitiges Mischbild erzeugt hat. Zum einen ist da das immer noch ruhige und saubere Land mit Elchen und hübschen Mädels, auf der anderen Seite, gerade in den Großstädten kommt diese kulturelle Moderne ins Spiel. Hier und da gelingt ein Blick hinter die Kulissen und man stellt fest, dass es dieses "Bullerbü-Schweden", wie es und in den Medien präsentiert wird, nicht flächendekend gibt, sondern eher regional. Vordergründig wird meiner Meinung nach jeder Besucher das Bild der unberührten Natur, der tollen Menschen, der roten Häuser und einer ordentlich Portion Romantik mit nach Hause nehmen. So ist auch mein Blog-Kopf entstanden :-)