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Sonntag, 6. Februar 2011

Rückblick Kiruna 2010 / 2011

Hallo zusammen,
heute vor einem Monat verbrachte ich den letzten kompletten Tag in Schweden. Der 6. Januar war wohl der stürmischste Tag, den ich in den 4 Wochen erlebt habe. Da hat sogar teilweise der südschwedische Winterdienst ordentlich versagt :-D

Ich habe es nun endlich geschafft die entstandenen Datenberge mal aufzuarbeiten. Die Bilder und Videos sind nun ausgemistet und sortiert. Und daraus habe ich euch auch wieder ein Online-Album gezaubert. Auf einem Teil der Bilder könnte man denken es wäre sogar im Norden wirklich mal richtig hell gewesen. Das täuscht aber. Die Kamera ist neu und ich komme mit dem Weisabgleich noch nicht richtig zurecht. Also bitte nicht wundern und das eine oder andere Bild einfach mit Sonnenbrille betrachten ;-)
Die Reise war ein wahnsinniges Erlebnis. Erlebnisreich nicht nur weil ich alleine mit einem Opel Corsa quer durch Schweden gefahren bin, sondern weil man während dieser nicht endenden Weitschaften einen Blick für ganz andere Dinge bekommt. Man wird eigentlich mit Ereignissen und Eindrücken in gewisser Weise überflutet. Mindestens 3.500 Km der gesamten Strecke habe ich auf Schnee oder komplett vereister Fahrbahn zurückgelegt - und das ohne einen einzigen Kratzer! Manchmal wurde mir ehrlich gesagt anders, als das Auto nicht so wollte wie ich. Aber mein schwarzer Blitz und ich haben das super gemeistert.

Ein weiterer großer Schatz der Reise waren/sind die Erfahrungen, die man im Umgang mit dem straffen Winter sammelt. Egal ob auf der Straße, beim Skifahren, auf dem Motorschlitten oder einfach nur zu Fuß. Schnee und Kälte sind eben doch nicht überall gleich. Im Norden war die Kälte recht trocken. Mein Arzt meinte vor der Reise, diese trockene, kalte Luft wird meinem Reizhusten gut tun. Immerhin habe ich diesen über 2 Monate mit mir rumgeschleppt. Und er hatte recht :-)

An dieser Stelle gleich ein ganz herzliches Dankeschön an mein Auto - Hut ab!
Das zweite riesige Dankeschön geht an Nordicman. Für die wunderbare Übernachtung, das gesunde und ausgezeichnete Essen und die viele Mühe, die du dir mit allem gemacht hast - tack så mycket!

Und last but not least auch ein Dankeschön an alle die jenigen, die daheim vorm Bildschirm saßen und mitgefiebert haben, was der verrückte Zwicki gerade so treibt!

Urlaubsdaten im Überblick:

Kilometerleistung im Auto: 5691,2 Km
reine Lenkzeit im Auto: 71 h und 29 min
Kilometerleistung mit Motorschlitten: ca. 140 Km
Bilder/Videos: gesamt 735 (sortiert)
Online-Version: 220 Bilder
Datenmenge: 2,66 GB (sortiert)

So, und nun legt euch die Sonnenbrille zurecht und auf geht's.
Wie immer wünsche ich viel Spaß beim durchblättern der Bilder!

Freitag, 19. November 2010

Opel-Blitz unter Strom

Lange, lange hat es gedauert. Neben den ersten genaueren Produktinformationen zum Serienwagen spricht GM/Opel erstmalig über den Preis des neuen Elektroflitzers. Um ehrlich zu sein ist mir der Kinnladen abgeklappt, als ich das gehört habe: der Startpreis für den Opel Ampera beträgt 42.900 Euro. Zukünftige Kunden können also bequem zwischen BMW 5er, Mercedes E-Klasse und Opel Ampera wählen, denn beide nehmen sich im Preis so gut wie nichts. Welche Kunden will man denn bei solchen Preisen von einem bisschen Plaste mit Akku überzeugen?
Im Gegensatz zu vielen E-Autos der Konkurrenz verfügt der Ampera über einen zusätzlichen 1.4 Liter Benzinmotor. Über einen angeflanschten Generator versorgt er den Opel-Blitz während der Fahrt mit neuer Energie. Bei starker Beschleunigung, sowie längeren Autobahnfahrten versorgt er zusätzlich den elektrischen Antriebsstrang mit dynamischer Leistung aus dem Benzinmotor. Diese aufwendige Technik der Rüsselsheimer bringt dem Elektro-Opel zusätzliche 400 Km Reichweite ein. Andere E-Autos machen nach ca. 150 - 200 Km schlapp. Dann müssen sie für mehrer Stunden an die Steckdose. Ganz Emissionsfrei fährt der leuchtende Opel-Blitz mit dem Bummerranggesicht also doch nicht. Im Mischbetrieb verbraucht er laut Opel 1,6l/100Km.
Neben dem stylischen V6-Hochleistungskombi Insignia Sports Tourer OPC rückt der Ampera an die zweite Stelle der teuersten Autos im Opel-Pool. Das nahzu identische US-Schwestermodell, der Chevrolet Volt, wird umgerechnet nur 31.500 Euro kosten. Zudem gibt es in den USA noch eine Kaufförderung von 7.500 Euro. Lohnt sich da vielleicht der private Import? Denn als Grund für die höheren Kosten beim Deutschland-Stromer gibt GM Transportkosten und Zölle zu Buche. Über Interfracht beispielsweise bezahlt man für den Import eines PKW aus den USA knapp 4.000 Euro. Dabei ist der deutsche TÜV sowie eine Versicherung bereits eingerechnet. Auf Wusch wird hier noch die Verschiffung mit einem Sammelcontainer angeboten. Das spart weitere 500 Euro.
Ich glaube Opel wird sich hier nocheinmal neu orientieren müssen. Denn wer kauft sich denn so ein teures und doch recht unzweckmäßiges Auto? Die Mittelschicht wird auf den geräumigen Insignia Sports Tourer zurückgreifen der schon ab 24.300 Euro zu haben ist. Und jeder der mehr Geld hat kauft sich keinen Ampera, sondern einen Mercedes oder BMW. Absolut Kaufbegeisterte können den für Herbst 2011 geplanten Ampera bereits jetzt vorbestellen. Natürlich für eine Gebühr von 150 Euro! (Bild: gm-volt.com)

Dienstag, 16. November 2010

Opel feilt am Image

Die Freude war Alain Vissir ins Gesicht geschrieben, als er am vergangen Montag das neue und damit zweite Opel-Werbegesicht vorstellte. Neben der deutschen Nachwuchs-Sängerin Lena Meyer-Landrut wird nun auch die britische Sängerin Katie Melua für die Marke Opel werben. Opel ist immer noch in den roten Zahlen und kämpft seit der Kriese mit Qualität und Emotionen um Marktanteile. Während die junge Lena den kleineren Corsa promoten wird, möchte man bei Katie besonders das reifere Klientel ansprechen. Auf ihrer Tour im Frühjahr 2011 wird Katie vom neuen Opel Ampera begleitet. Dieser neuen Auto-Generation soll sie einen ordentlichen Imageschub verpassen. Mehr zum Opel Ampera demnächst! (Bilder: (c) AutoNEWS)

Sonntag, 26. September 2010

Knutschkugel-Erfahrung auch weiterhin

Der für 2013 geplante Mini Opel "Junior" soll nun auch in Eisenach vom Band laufen. Bisher wurde dort nur der 3-Türer Corsa gebaut. Der 5-Türer kommt aus Spanien. Als Plattform für den neuen Schmalspur Opel dient die bereits im GM-Konzern existierende Chevrolet Spark Bodeneinheit. Mehr lesen ...

Samstag, 17. Juli 2010

Service bei Opel

Opel und Vauxhall gehen mit einem neuen Online-Kundenservice an den Start. Dabei werden verschiedenste Webkanäle wie z.B. Twitter durchsucht und dabei nach Problemen bei Opel/GM Fahrzeugen gesucht. Innerhalb weniger Tage soll dann konkrete Hilfestellung zu verschiedensten Problemen gegeben werden. Ich hoffe das ist nicht nur Service nach außen hin. Wäre echt toll, wenn das Projekt mal richtig in die Hand genommen wird. Mehr dazu HIER

Dienstag, 29. Juni 2010

7 Tage Corsa ecoFLEX

Im Rahmen einer etwas längeren Lackreparatur an meinem Auto habe ich als Ersatzwagen für eine Woche eine Corsa ecoFLEX bekommen. Gleich als ich vom FOH-Hof (Freundliche Opel Händler) gefahren bin merkte ich, dass er nicht so gut geht wie meiner und etwas länger brauch bis er die gewünschte Geschwindigkeit fährt. Zu Hause angekommen habe ich dann gleich mal die Papiere studiert. 1.2L Hubraum - wie meiner. Komisch. Im Internet habe ich dann gelesen, dass sämtliche Corsa Modelle mit dem kleinen 1.0L und dem 1.2L Motor nur noch als ecoFLEX ausgeliefert werden. Als ecoFLEX werden bei Opel besonders spritsparende Autos bezeichnet. Dabei bekommt der Motor oft ein anderes Steuerteil um die Leistung etwas zu reduzieren, ein länger übersetztes Getriebe sowie eine leichte Tieferlegung der Karosse (bis 20mm). Die 5 PS weniger und das andere Getriebe machen die Fahrt im LeihCorsa ziemlich mühsam. Auf der Autobahn hat der kleine (der nur mit mir + Reisetasche beladen war) echt zu kämpfen. Eine Reisegeschwindigkeit von 120 Km/h sind bei einer leichten Steigung nicht zu halten. Weder mit Tempomat noch manuell. Auch im städtischen Verkehr kommt er nicht richtig vom Fleck.

Auf der anderen Seite zeichnete sich der kleine rote Ersatz-Corsa doch noch durch andere Dinge aus: Das Auto war ungewöhnlich leise. Motorgeräusche hat man kaum wahrgenommen. Nur auf der Bahn machten die Windgeräusche an den Spiegeln wieder etwas Radau, aber das kenne ich ja schon. Das lang übersetzte Getriebe hat den Vorteil, dass der Wagen bei 120 Km/h nur mit 3.300 U/min. läuft. Meiner hat bei der Geschwindigkeit exakt 4.000 U/min. auf der Uhr. Dementsprechend der geringfügig höhere Verbrauch. Dafür hält mein Auto mühelos bis 140 Km/h, selbst an größeren Steigungen. Ein weiterer positiver Punkt beim Ersatzwagen war die verbesserte Tankanzeige sowie der Tankeinfüllstutzen. Beim Tanken mache ich meisten randvoll, da ich sowieso nach dem Tank mindestens 100 Km fahre. Da kann also nichts überlaufen, wenn sich der Sprit im Auto ausdehnt. Wenn es bei meinem Auto das erste mal klackt bekomme ich in mühsamer Tröpfelarbeit noch 7 Liter extra rein. Das sind immerhin 100 Km mehr Fahrweg. Bei dem Ersatz-Corsa ging das verdächtig schnell. Dort habe ich für die 7 zusätzlichen Liter nichtmal 5 Minuten gebraucht. Das Benzin ist sofort ab- bzw. nachgelaufen.

Fazit: Ein Corsa wie meiner mit dem gleichen Getriebe und dem 80PS Motor ist ideal. Allerdings würde ein lang übersetzter 6. Gang den kleinen Corsa etwas langstreckentauglicher machen. Bin froh dass ich meinen schwarzen Asphalt-Blitz wieder habe :-)

Montag, 16. November 2009

Redbull und 100 Oktan

Gestern war ich wieder in der Tschechei tanken. Während es für mich wie üblich zwei pfandfreie Redbull gab kam mein schwarzer Partner in den Genuss von 100 Oktan. "Carerra 100" nennt sich der Sprit dort drüben. Im Internet liest man solche und solche Gedanken. Die einen sagen es wäre gut für den Motor ab und zu mal mit 100 Oktan zu fahren, andere hingegen bestreiten solche Äußerungen. Auf jedenfall habe ich gestern 70 Liter davon getankt. Beim bezahlen meinte der Tankstellenkassierer "aahhh Carerra", grinste und hob seinen Daumen. Für mich ein weiterer Indiz dafür keinen Fehler gemacht zu haben.
Die anschließende Weiterfahrt auf der Autobahn und in der Stadt sprachen für sich. Ich bilde mir ein, dass mein Corsa mehr Leistung auf die Straße bringt. Besonders oberhalb der 100 Km/h Grenze. Selbst im 5. Gang marschiert er da schneller als vorher. Meinen derzeitigen Geschindigkeitsrekord konnte ich nun auch knacken. 209 Km/h habe ich gestern dem Digital-Tacho entnommen. Für einen Corsa Hut ab!
Heute werde ich mal gucken ob er bei kaltem Motor noch so komisch klackert. Dieses Ventilstößel-klackern ist eigentlich normal und gibt sich sobald der Motor seine Betriebstemperatur erreicht hat. In einigen Foren stand, dass durch den 100-Oktan-Sprit selbst dieses Phänomen nachlassen würde. Na mal sehen... Der 100-Oktan-Sprit kostet übrigens in CZ weniger als hier der normale Super-Benzin. Also gespart habe ich trotz allem noch.

Donnerstag, 5. November 2009

Das Gerangel um Opel geht weiter

Bereits wenige Stunden nach dem geplatzten Magna-Deal laufen sich die Medien wieder heiß. Wie GM Anfang der Woche bekannt gab, will man Opel nun doch behalten und aus eigener Tasche restaurieren. GM selbst hatte im Sommer 2009 Insolvenz beantragt.

Magna hingegen ist erleichtert: Eine Bedrohung statt Segen befürchteten die Arbeiter des österreicher Autozulieferers. Durch die Wirtschaftskrise erlitt Magna im ersten Halbjahr Millionenverluste. Zudem drohten andere Fahrzeughersteller mit Auftragsstornierungen wenn Magna mit Opel zum gefährlichen Konkurrenten im Markt aufsteigt. Was Opel nun erspart bleibt ist die Geschichte mit der Russischen Sberbank. Auch diese hatte mit der weltweiten Finanzkrise zu kämpfen. Alles in allem wäre das ohne Zweifel nur die Spitze des Eisberges gewesen.

GM hingegen hat den schon immer im Schreibtisch liegenden Plan B wahr gemacht. Opel bleibt 100 prozentige Tochter des amerikanischen Mutterkonzerns. Die Opellaner sind sichtlich geknickt und wissen nicht mehr weiter. "Man habe uns jahrelang verarscht..." hört man immer wieder. Vor der Krise war GM der Fahrzeughersteller, der mit alten Plänen immer noch halbwegs erfolgreich sein konnte. Im derzeitigen Spar- und Ökoboom aber gelang das nicht. Schnell mussten neue Pläne her und der eigene Konzern komplett umgewandelt werden. Weg von V8 und 20 Liter Spritverbrauch, her mit kleineren Motoren, alternativen Energiequellen. Doch woher sollten die kommen, es hat sich ja all die Jahre niemand mit der Entwicklung dieser Dinge befasst? Opel ist die Lösung - in Rüsselsheim findet man bestimmt noch etwas Brauchbares. Passendes Beispiel wäre der neue Opel Ampera. Das erste in Serie gebaute Elektroauto. In den USA geht dieser nun als Chevrolet Volt an den Start.

Montag, 31. August 2009

3000 Km später...

... und alles wie immer.
Ich bin noch nicht mal ganz einen Tag wieder in Deutschland und der Alltag bahnt sich in vollen Zügen den Weg zu mir zurück. Während ich die zahlreichen Bilder meines zweiten Urlaubs komprimiere und sortiere habe ich viele Telefonate geführt. Unter anderem wegen meinem vierzylindrigen Schwarzen Partner. Seit ein paar Wochen stört mich ein quietschendes, knacksendes Geräusch wenn ich meine Autofenster hoch und runter mache. Zu erst dachte ich, dass liegt vielleicht an den Fenstergummis drum herum in der die Scheibe geführt wird und die letztendlich auch vor Nässe im Innenraum schützen.
Heute war ich nun gleich mal mit diesem Problem beim "FOH" (Freundlichen Opel Händler) - wie es in den Foren immer so schön heißt. Trotz einer Menge versprühtem Silikon hat sich nicht verändert. Das Problem liegt nach fachmännischen Erkenntnissen gar nicht am Gummi sondern am Fensterheber Mechanismus im Türinneren. Ein Glück habe ich noch Garantie...!

Meine neue O2-Rechnung ist nun auch da. Wie bereits erwähnt hält sie sich sehr in Grenzen - von den zu erst berechneten 3150 Euronen ist nichts mehr zu sehen. Ein Glück...

Die Bilder vom Slowakei-Urlaub 2009 folgen demnächst :-)

Samstag, 30. Mai 2009

GM, Magna, Sberbank - Wir sind Opel !

Bei dem Hickhack ums Thema Opel, GM & Co. in letzter Zeit hätte es kaum Sinn gemacht einen Blog-Post dazu zu verfassen, denn alles was man da geschrieben hätte wäre wenige Stunden später totaler Unsinn gewesen. Das kanadisch-österreichische Unternehmen Magna und General Motors (GM) haben sich nun grundsätzlich auf eine Übernahme des deutschen Automobilherstellers geeinigt. Die Bundesregierung will sich dabei mit einer Bürgschaft von 1,5 Milliarden Euro am GM/Magna-Projekt beteiligen. Diese Zwischenfinanzierung soll aber nach Abschluss des Geschäfts zurückgezahlt werden. Wie es scheint ist Opel damit erstmal vor einer Insolvenz sicher.

Die russische Sberbank sowie General Motors werden in Zukunft je 35% der Anteile an GM Europe halten. Im Wesentlichen besteht das aus Opel und dem britischen Schwesterkonzern Vauxhall. Magna will sich bei der ganzen Aktion 20% sichern, und mit 10% sollen sich die Mitarbeiter von Opel beteiligen. Der Fahrzeughersteller GAZ aus Russland wird nicht mit einsteigen, sondern lediglich als industrieller Partner beistehen.

Ich selber freue mich sehr über die erfolgreichen Verhandlungen, besonders toll finde ich auch dass GM nach wie vor mit von der Partie sein wird.