
Während Thilo Sarrazin's Buch "Deutschland schafft sich ab" wie ein Sturm durch Deutschland fegt, sorgt noch ein zweites Kern-Thema ordentlich für Debatte bei unserer Politik. Atomenergie in Deutschland, ja oder nein? Und wenn ja, wie lange noch?
Die Regierung macht dies nun vom Alter der Meiler abhängig. Da die AKW hierzulande noch bis 1989 ans Netz gegangen sind, bedeutet das eine Laufzeit bis 2040 oder sogar 2050. Schon jetzt hört man immer wieder vom großen Nachteil der AKW. Ich persönlich sehe das nicht so. Atom-Meiler haben mehrere gravierende Vorteile. Sie arbeiten beispielsweise sehr effizient. Im Gegensatz zu anderen Energie-bringenden Anlagen speisen sie 95% ihrer Leistung tatsächlich ins Stromnetz ein. Zudem lässt sich diese mögliche Leistung individuell regeln, da man AKW "rauf- und "runterfahren" kann. Noch sind regenerative Energiequellen noch längst nicht in dem Stadium wo man wirklich von effizient sprechen kann. Weder Windkraftwerke noch andere Möglichkeiten speisen momentan viel Strom in das nationale Netz ein. Bei einer plötzlichen AKW-Abschaltung würde unser Strompreis extrem in die Höhe schnellen. Reststrommenge und das Tempo, in dem die Atomkraftwerke diese Menge produzieren, sind zurzeit einfach noch unschlagbar.
In Schweden sind übrigens 57% der Bevölkerung FÜR Energie aus Atomkraftwerken. Vor allem ältere Menschen befürworten diese Art der Energiegewinnung.